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26.2.22 Offener Brief an den Lorscher Pfarrer Bartmann

Am 25.2.22 veröffentlichte der Pfarrer Bartmann von der Gemeinde St. Nazarius Lorsch ein Video auf deren YouTube-Kanal (Heute von der Pfarrei Edith Stein Lorsch-Einhausen) ein Video, indem er sich kritisch zu den Spaziergängen in Lorsch äußert. Die Kommentare wurden kurz darauf gelöscht. Ein Kommentar ist uns bekannt und unten aufgeführt.

Eine Spaziergängerin verfasste darauf hin einen offenen Brief an Pfarrer Bartmann, der ihm per E-Mail am 26.2.22 zugeschickt wurde:

Sehr geehrter Pfarrer Bartmann,

Ihre Narretei hat mich beeindruckt. Ich musste an einen Satz von Dietrich Bonhoeffer denken, den ich – wie Sie – sehr schätze:

„Ein Gutseinwollen an sich, gewissermaßen als Selbstzweck, als Lebensberuf, verfällt der Ironie der Unwirklichkeit, aus dem echten Streben nach dem Guten wird hier die Streberei des Tugendboldes.“

Wie Sie die aktuellen Lebensumstände bewerten sei dahingestellt. Es gibt immer wenigstens zwei, wenn nicht mehr Standpunkte. Dafür Raum zu lassen, ist das Mindestmaß an Achtung, Respekt und Nächstenliebe.

Ich gehe soweit, zu behaupten, Bonhoeffer hätte in dieser schwierigen Zeit die Kirchentüren offen gelassen, um den von den Politikern und Medienmachern verängstigten Menschen nah zu sein, ihnen Mut zuzusprechen und ihnen Zuversicht zu geben. ALLEN Menschen. Sie setzen fort, was gesellschaftlich gerade passiert: die Spaltung. Ja, Sie untermauern und zementieren sogar, was die Regierung im Einklang mit den Medien seit nunmehr zwei Jahren zelebriert.

Weiterlesen ganzer Brief

Kommentar von Thomas Zieringer, unter dem YouTube-Video (der gelöscht wurde):

Ich bin stolz auf meine Stadt, dass es dort so viele Spaziergänger gibt. „Wehret den Anfängen“… lernte ich noch in der Schule. Aber wo ist der Anfang? Wer weiß das denn? Bei dem was seit zwei Jahren in Deutschland geschieht, bei dem was gerade in Kanada geschieht oder muss es soweit gehen wie in Australien im Bundesstaat Victoria? Und was kommt dann, wenn die Leute so wie Sie es sich wünschen einfach still sind und mitmachen? Kennen Sie diese Informationen? https://www.achgut.com/artikel/bericht_zur_coronalage_millionen_deutsche_wegen_impffolgen_beim_arzt

Ist Ihnen klar, dass es dann – was „die Spaziergänger“ schon lange sagen – ein Verbrechen ist, Kinder zu impfen? Ist es dann nicht auch ein Verbrechen, still zu bleiben, wenn man das weiß? Und für Sie ist es in Ordnung diese Politik als Pfarrer gewissermaßen öffentlich abzusegnen, weil wir in einer Demokratie leben? Ich denke das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ kann jeder singen, der das in sich so empfindet. Es drückt aus, dass diejenigen die sich hier engagieren, sich geborgen in den guten Mächten fühlen. Eigentlich ist das ein schönes Zeichen, da es der Gesellschaft die Friedlichkeit und die innere Motivation der Menschen zeigt. Es gibt natürlich immer Menschen, die sich auf das Schlechte fokussieren müssen, die sich entrüsten wollen – und es gibt auch Menschen, die Jesus nachfolgen und versöhnen wollen und auch versuchen, die Position des Anderen zu verstehen, bevor sie eine öffentliche Verurteilung aussprechen.

Ich habe viele Freunde in der Ukraine. Es ist schade, dass Sie den Krieg und das Leid der Menschen dort benutzen, um es argumentativ gegen das Engagement von Menschen in ihrer eigenen Stadt einzusetzen. Die Ukraine ist übrigens eine Demokratie. Es ist wahr, dass die Freiheit immer gegen äußere, aber auch innere Feinde verteidigt werden muss, soll sie bestehen bleiben. Insofern verstehe ich Ihr Argument nicht gegen Menschen, die sich für die Freiheit engagieren.

Thomas Zieringer, 26.2.22